Warbringer - Livebericht
| Konzertberichte |
An einem sonnigen Dienstagabend wurde es in Wien so richtig laut. „Warbringer“ kamen mit ihrer „Thrash Attack Tour“ in den Escape Metalcorner und somit war natürlich klar wo die motivierten Thrash-Fans ihren Abend verbringen würden. Als Support gab es drei österreichische Bands: „Elegy“, „Night Falls Last“ und „Mortal Strike“.
Pünktlich zum Einlass war ich bereits beim Escape und nicht lange später legte auch schon der Opener „Elegy“ los. Thrash-Metal mit einem Schuss Groove gab es für die Gäste, die sich schon zu solch früher Stunde runterwagten. Zum Staunen brachten mich vor allem die Gitarrensoli, die schnell und melodisch gehalten wurden und von allen beiden Gitarristen meisterlich ausgeführt wurden. Am Ende erfuhr man auch noch dass es der allererste Auftritt überhaupt von ihnen war und das ganze wurde mit einem „Cowboys From Hell“-Cover abgeschlossen. Für den ersten Auftritt war es schon sehr gut, wenngleich das ganze Bühnengeschehen natürlich noch steif wirkt und ausbaufähig ist.
Ein paar Auftritte mehr am Buckel hatte die nächste Band des Abends: „Night Falls Last“. Die Steirer haben wieder mal den Weg ins Escape gefunden, um den Leuten ihren Thrash-Metal der moderneren Sorte zu zeigen. Das Escape wurde allmählich voller und die Band ließ es sich nicht nehmen der Meute den brandneuen Song „Detonate“ zu präsentieren, der nicht nur meinen Kopf zum Mitbangen brachte. Thrash, Groove und Melodie gaben sich hier die Hand und das Set bestand aus einem Querschnitt der Bandgeschichte. Nach einer viel zu schnell vergangenen halben Stunde war die tolle Show auch schon zu Ende.
Den Co-Headliner machten „Mortal-Strike“, die man schon unlängst vor dem Auftritt wahrgenommen hat, denn es waren viele Fan-Shirts und Patches im Escape zu sehen. Die vorderen Reihen waren auch ziemlich voll, und die Band stürmte die Bühne in markanter Gesichtsbemalung. Gemäß dem Spruch auf den Bandshirts, ging es auch laut und aggressiv mit Thrash-Metal der alten Schule zu Werke und die Band wurde von ihren Fans abgefeiert. Stilistisch traf es nicht ganz meinen Nerv, aber das ist und bleibt ja bekanntlich Geschmackssache. Der Live-Performance war auf jeden Fall sehr fein.
Das Beste kommt aber bekanntlich zum Schluss. „Warbringer“ kamen auf die Bühne und starteten eine Wahnsinnsshow. Selten habe ich eine Thrash-Band live gesehen, die so dermaßen aggressiv und wuchtig rüberkam, gemäß dem Motto „Mitten in die Fresse“. Die Menge wusste das zu schätzen, denn es gab einige Pits und viele Kopfschüttler, im nun sehr gut gefüllten Bereich vor der Bühne des Escape. „Warbringer“ spielte ein bunt gemischtes Set, dass von den Anfängen bis zur neuesten Platte reichte und auch ein Motörhead Cover vom Song, „(We Are) The Road Cew“. Die Band und die Besucher hatten sichtlich Spaß und "Warbringer" verließ unter großem Applaus die Bühne.
Fazit: Jeder der nicht dort war hat eindeutig etwas verpasst. Ein verdammt guter Headliner und drei österreichische Band-Hoffnungen gaben sich die Ehre und sorgten wohl bei vielen Besuchern für Genickschmerzen der schlimmeren Sorte. Ich kann es jetzt schon nicht mehr erwarten, bis uns die Amerikaner das nächste mal besuchen.
