Knutfest 2011 Bericht

Konzertberichte


Das Knutfest 2011 fand auch dieses Jahr wieder traditionell am 2. Weihnachtsfeiertag statt. Da heuer das 10. Jubiläum gefeiert wurde, gab es zum ersten Mal Festivalbänder, solange der Vorrat reichte.

Frisch gewaschen und immer noch satt vom Weihnachtsessen war das Knutfest bereits um 19:00 Uhr in vollem Gange, um den ruhigen und besinnlichen Weihnachtsfeiertagen mit harter Musik ein Ende zu bereiten.

SEDUCED, eine Black/Death Metal Band aus Wolfsberg, die auch einen großen Platz auf dem Flyer einnahm, sagte leider in letzter Sekunde ab, deswegen wurde das heurige Knutfest von TERMINUS eröffnet, die gleich von Anfang an jedem Besucher ihren impulsiv melodischen Metalcore um die Ohren hauten.

Met war dieses Jahr zu Genüge vorhanden, da drei verschiedene Sorten von der Met-Schmiede zu Verfügung gestellt wurden – man war also durstiger, als man eigentlich hätte sein dürfen!

Mal schnell ein neues, kaltes Getränk geholt und schon rockten REVISE THE SKY die Bühne. Die Metalcore-Band aus Hartberg und Umgebung holten vor Allem die etwas jüngeren Besucher ganz nach vorne – die langhaarigen, vollbärtigen Metaller hielten sich währendessen immer noch im hinteren Bereich der Halle auf. Die fünf, recht attraktiven, jungen Männer heizten dem Knutfest also weiter ein. Ebenfalls brachten sie eine Premiere ihres neuen Songs, „Blurred Skyline“ die problemlos über die Bühne und die direkt in die Ohren der Zuhörer ging.

Bis zu diesem Zeitpunkt sind leider große Massenströme an Besuchern ausgeblieben, was sich mit der Zeit ändern hätte sollen, doch der ganz große Ansturm war leider bis ganz zum Schluss nicht vorhanden. Auch die Veranstalter des alljährlichen Knutfestes meinten, dass dieses Jahr viel weniger Besucher anzutreffen waren, als in den Jahren zuvor.

Mit DOULBLAIR ging es dann endlich weiter. Bereits bekannte Gesichter auf der Bühne, da wir sie schon aus Interviews vom Whiplasher-Youtube-Kanal kennen. Man konnte sofort bemerken, dass sich der Platz vor der Bühne nun endlich füllte. Die Death Metal Band, die ihren Sitz in Miesenbach hat, füllte die Halle mit lauten, aggressiven Melodien – man konnte die Haare in der ersten Reihe bereits fliegen sehen. Die Headbanger und diejenigen, die die Musik einfach nur genossen hatten, brachten den Bandmitgliedern verhältnismäßig viel Applaus entgegen.

Kurze Umbauarbeiten und ein Soundcheck später waren die Mitglieder von SOLE METHOD auf der Bühne zu erkennen – die Headliner des Abends. Nun begab auch ich mich direkt vor die Bühne, um den harten, wirklich guten Modern Thrash Metal auf mich wirken zu lassen. Sie begeistern mich immer wieder aufs neue. Thrash Metal straight into your face – ich denke, das sind genau die richtigen Worte, um diesen Auftritt zu beschreiben. Und zu guter letzt gabs noch ein Creeping Death Cover von Metallica. Das lockte zusätzlich noch die ganz hinteren Reihen nach vorne. Grandioser Auftritt einer viel zu unterbewerteten Band!

Der Promille-Gehalt in der Hartberger Edelweißhalle nahm allmählich zu, der Zigarettenrauch brannte mittlerweile in den Augen und die Stimmung war nun auf ihrem Höhepunkt. Beste Voraussetzungen für NIGHT FALLS LAST, die das Knutfest, nun wieder etwas ruhiger, abgeschlossen hatten. Die Thrashcorer sorgten für einen gemütlichen Ausklang des Knutfestes, welches letztendlich um zirka 03:00 Uhr morgens ein Ende fand.

Das Fazit meiner Meinung nach: Ein wirklich gemütlicher Abend, gute Musik und viel zu trinken. Genau das Richtige, um die Weihnachtsfeiertage gebührend abzuschließen.

Jedoch war es in meinen Augen etwas schade, dass das diesjährige Knutfest weniger gut besucht war, als davor. Vielleicht mag es an zu wenig Werbung liegen, vielleicht waren die Leute anderweitig beschäftigt, ich weiß es nicht. Ich jedenfalls, freue mich schon sehr auf das Knutfest 2012


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