Act of Creation "Endstation"

CD Reviews

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Label: Nuclear Blast

Genre: Death N’ Thrash

 

 

Aktuelle Besetzung :

Jordan F. - Stimme

C. Schluch - Gitarren

Kai Hennings - Bass

Timo Claas - Drums

 

 

Trackliste:

 

1. Endstation

2. Keine Heilung

3. Gestern

4. Mit Meinen Augen

5. Herbst des Lebens

6. Langsam

7. Dunkle Schatten

8. Schwarzer Tag

9. Wo bist du

10. Amok

11. Diagnose Tod

 

 

Pünktlich vor dem Ende dieses Jahres, überraschen uns die Jungs von ACT OF CREATION mit ihrem neuen Album ENDSTATION. Haltet eure Fahrkarten bereit, verstaut euer Gepäck und verabschiedet euch von euren Liebsten, denn Act of Creation nimmt auch mit auf eine Reise, die ihr nicht mehr so schnell vergessen werdet. Nach ihrem Album ‚Secret Memoirs of a forced mind’ entschied man sich in Punkto Gesang die Weichen zur deutschen Sprache zu stellen. Eine Idee, die Anfangs vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig wirkt, aber bereits nach dem titelgebenden ersten Track ‚Endstation’ wird einem klar, dass genau die richtige Wahl getroffen wurde. Mit ‚Keine Heilung’ folgt ein schnelles, clever komponiertes Stück, das den Zuhörer sofort fesselt, sofort bemerkt man, mit welcher Begeisterung die Jungs von ‚Act of Creation’ bei der Sache sind – besonderes Schmankerl: Ein Gitarrensolo, bei dem einem vom bloßen Zuhören die Finger qualmen. Zeit zum Verschnaufen bleibt jedoch keine, denn mit ‚Gestern’ gewinnt das Album immer mehr an Fahrt und selbst wenn man wollte, es gibt keine Möglichkeit zu halten. ‚Mit meinen Augen’ baut auf die gewohnte Schnelle und Härte und versucht sie noch mehr hinaus zu reizen und das Konzept funktioniert, gerade der Einfallsreichtum dieses Stückes öffnet einen nicht nur die Augen, sondern auch direkt die Ohren. Mehr überrascht wird nun nur noch von ‚Herbst des Lebens’. So wirkt dieses Stück anfangs etwas langsam, ungewöhnlich, gewinnt jedoch dank dem musikalischen Können der Artisten schnell an Fahrt und nicht zu letzt durch den Text wird diesem Stücke eine ungewöhnliche, beinahe poetische Tiefe gegeben. Besonderes Augenmerk ist hier auf die Gastsängerin zu legen, eine Wahl, die sich durchaus bezahlt macht. Alles andere als langsam, ist das gleichnamige Stück ‚Langsam’. Ein Intermezzo, in dem uns keine Ruhe gegönnt. ‚Dunkle Schatten’ mag für den Ein oder Anderen vielleicht etwas zu gewöhnt klingen, ein Defizit, dass durch den lyrischen Text jedoch mehr als Wett gemacht wird – besonders zu Loben ist hier der Sound, der sich ohne Probleme mit bekannten Größen des Genres messen kann. Doch wohin soll diese Reise gehen? Eine Frage, die mit ‚Schwarzer Tag’ gestellt wird. Atemlos werden wir voran getrieben, aber wohin denn nur? Auf den letzten Etappen der Reise sind jedoch noch keinerlei Ermüdungserscheinungen zu erkennen – ‚Wo bist du’ glänzt nicht nur durch Einfallsreichtum, nein, es zeigt uns auch, jene Dinge, die uns unerreichbar erscheinen, gerade die sind, die wir wollen. Mit ‚Amok’ laufen wir nun in die Zielgerade ein. Ein letztes Mal wird hier der Kohlenofen auf Vollgas betrieben, es gibt nichts verlieren und als gäbe es keinen Morgen, wird hier das große Feuerwerk gezündet. Am Ende der Reise angekommen, werden wir mit ‚Diagnose Tod’ daran erinnert, dass die gefürchtete Endstation doch früher kommt, als man sich wünscht. Ohne Zweifel der melancholischste Track des Albums, aber auch das letzte, gelungene Aufbäumen vor dem Ende.

 

Fazit: Mit ‚Endstation’ liefern Act of Creation ein rundes Paket ab, das vor Spielfreude und Können nur so glänzt. Es wird einem schnell bewusst, dass hier viel Arbeit hineingesteckt wurde und dieser Aufwand sich auch lohnt. Nicht nur ein Tipp für Freunde des Death N Thrash, denn auch jene, die einmal in dieses Genre reinschnuppern wollen, greifen mit ‚Endstation’ garantiert nicht daneben.

 

Weiteres Info: Man kann die CD ab dem 15.12. für 9,90 Euro über Amazon oder für 9,90 Euro (incl. P&V) über die Homepage www.Actofcreation.de beziehen!

 

9/10


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