Tracedawn - Lizard Dusk
| CD Reviews |

| Interpret: | Tracedawn |
| Werk: | Lizard Dusk |
| Jahr: | 2012 |
| Nationalität: | Finnland |
| Genre: | Melodic Death Metal |
| Label: | Drakkar (Sony Music) |
| Website: | www.tracedawn.com |
Lineup:
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Growls:
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Niko Kalliojärvi |
| Gitarre/Clean Vocals: | Tuomas Yli-Jaskari |
| Gitarre: | Roni Seppänen |
| Bass: | Pekko Heikkilä |
| Keyboard: | Vili Itäpelto |
| Drums: | Perttu Kurttila |
Tracklist
1. Arabian Nights
2. Breed Insane
3. Sick Fire
4. The Crawl
5. You´r Fired!
6. Machine
7. Nothing And Nowhere
8. Thanks For Asking, I´m Just Obsessed
9. Taught My Eyes To Lie
Spielzeit: ca. 40 Minuten
Mit „Lizard Dusk“ ist am 17.02.2012 der dritte Silberling der 2006 gegründeten, finnischen Melodic-Deather „Tracedawn“ erschienen. Gleichzeitig ist dies auch das erste Album mit einem neuen Mann am Mikro. Nach dem Ausstieg von Antti Lappalainen übernimmt nun Niko Kalliojärvi (ex- Amoral) die Growl-Parts, und Gitarrist- und Bandgründer Tuomas Yli-Jaskari wagt sich an die Clean-Vocals.

Mit den vorangegangenen Alben „Tracedawn“ und „Ego Anthem“ haben uns die Jungspunde schon einen guten Eindruck ihrer technischen Fähigkeiten vermitteln können. „Lizard Dusk“ schlägt im großen- und ganzen wieder in dieselbe (melodische) Kerbe: Anspruchsvolle und fetzige Gitarrenarbeit, knackige Drums, virtuose Melodiebögen am Keyboard und das, schon erwähnte, gesangliche Wechselspiel zwischen Growls und Clean-Vocals. Eine Schwäche von Tracedawn ist aber eindeutig das Songwriting (auch Finnen-Krankheit genannt, siehe etwa Children of Bodom oder Winterborn). Wo einige Songs absolut überzeugen können, wirken andere total überladen und auf Dauer zu langweilig. Aber der Reihe nach.
Mit „Arabian Nights“ gelingt den Finnen gleich ein sehr guter Einstieg, der Song ist abwechslungsreich und doch eingängig. Die neugeformte Gesangsfraktion beweist, dass der Sängerwechsel der Band nicht im Geringsten geschadet hat, ganz im Gegenteil. Mit „Breed Insane“ kommt direkt der, meiner Meinung nach, stärkste Song des Albums mit wunderbaren Keyboard- und Gitarrensoli. Der Refrain kommt etwas poppig daher, das tut der Qualität des Songs jedoch keinen Abbruch. „Sick Fire“ startet recht ordentlich, der Refrain nimmt dem Song aber jedwede Dynamik und deklariert ihn so eher zu einem etwas besseren Lückenfüller. „The Crawl“ ist so ziemlich der Tiefpunkt des Albums, beim Hören kommt spontan Langweile auf. Bei „You´r Fired!“ gibt’s zwar mächtige Growls, jedoch machen Tracedawn sich das Leben wieder durch Parts, die sich einfach nicht in den Song einfügen können, selbst schwer. Eingängigkeit = Fehlanzeige. „The Machine“ kommt wieder etwas besser daher, wobei auch hier manche Übergänge etwas unglücklich erscheinen. Mit „Nothing and Nowhere“ geht die Qualitätskurve wieder bergauf, vor allem die Keyboardparts sind hier ungewöhnlich, jedoch hörenswert. „Thanks For Asking, I´m Just Obsessed“ ist endlich wieder ein Highlight von „Lizard Dusk“. Dieser Song animiert durch die treibenden Drums zum heimischen Headbangen. Top! Der Rausschmeißer nennt sich „Taught My Eyes To Lie“, und zu viel mehr taug(h)t er dank seiner Langatmigkeit leider auch nicht.
Fazit: Ein leider sehr durchwachsenes, jedoch typisches Tracedawn-Album. Ob es die Finnen jemals schaffen werden ein durchwegs gutes Album zu schreiben, sei nach dem dritten erfolglosen Versuch dahingestellt. Fans von Tracedawn können getrost zugreifen. Allen anderen seien Plattformen wie ITunes oder Spotify nahegelegt, denn wer sich nur die 3 wirklich sehr guten Songs runterlädt, versäumt hier nicht wirklich viel.
Punkte: 7/10
