Gone in April - We are but human
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Genre: Metal/Rock
Album: We are but human
Herkunft: Amerika/Deutschland
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Bei dem Album „We are but human“ handelt es sich um keine simple Aneinanderreihung von Songs, sondern vielmehr um ein Gesamtkunstwerk. Das Intro ist sozusagen die Einführung in das, was einen mittels der folgenden vierzehn Tracks erwarten wird. „Silence answers me“ versetzt den Zuhörer auch schon mitten ins Geschehen. Sofort erklingt ein kräftiger Beat der Drums und nur kurz danach ertönt die Stimme von Julie. Man vermag es nicht zu vermeiden, dass man unmittelbar an eine Einflussmischung aus dem ehemaligen Nightwish mit Tarja Turunen und der stimmkräftigen Emilie Autumn denken muss. Die klassische Stimme der Sängerin steht über dem Rhythmus- und Harmonieapparat und scheint wie eine Wolke zu schweben. Auf den Boden zurückgeholt wird man immer wieder durch das Einsetzen des zweiten Sängers, Felix.
Die Aufbruchstimmung des Albums begegnet uns in fast jedem Song. Rhythmuswechsel als auch Stimmungswechsel sind keine Seltenheit und werden durch die bewusste Verwendung der sanfteren Seiteninstrumente, also Viola bzw. Violine, verdeutlicht.
„One more day“ zeigt, dass Gone in April durchaus Sinn für starke Refrains haben. Die chorischen Elemente und homophon geführten Tonschritte hinterlassen einen Eindruck des ganz Großen. Ein Stilmittel, das in fast jedem Titel zu finden ist, ist die Kombination der klassischen Stimme Julies mit ihrer tieferen, durchaus derb klingenden Art zu Singen.
Eine herausstechende Stelle verbirgt sich in dem zweiten Drittel von „We bring the night“. Hier zeigt der Gitarrist sein wahres Talent mit einem gefühlvollen einwandfreien Solo. Aber nicht nur die Gitarre wird in dem Album hervorgehoben. In „Deus Vult“ erfahren Viola und Violine als auch der Bass ausreichend Anerkennung. Das Interessante an dem Einsetzen der einzelnen Instrumente ist die Art, wie sie sich an die Gesamtmelodie anpassen und mit ihr zu einem Ganzen verschmelzen.
Dramatik, Konfrontation und Eindringlichkeit sind wohl einige Schlagwörter, die das Album ziemlich gut beschreiben. Der Titel „Sancta Terra“ ist ein Musterbeispiel dafür. Eindringliche gegrowlte Lyrics treffen auf schwerwiegende Gesangspassagen, aufwühlende Rhythmen sind der Beigeschmack. Dennoch fügen sich auch immer einige, allerdings kurz gehaltene, ruhige Elemente in die teilweise atonale Musik ein.
Der vorletzte Song erscheint als eine Wurzel, als ein Grundstock der Idee, die hinter dem Werk steht. „Lament“ – ein wahres Klagelied. Eine traurige, gefühlvolle, klagende Melodie, die von einem Streichinstrument begleitet wird, lässt den Zuhörer das ganze Album noch einmal durchdenken, ehe es mit dem Titel „Salvation“ gebührend beschlossen wird.
Obwohl das Album einige Wiederholungen beinhaltet und an manchen Stellen etwas roh erscheint, ist es ein gelungenes Werk!
Wertung: 8/10
