Desert Sin - Destination Paradise
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Tracklist:
1.Awakening
2. Destination Paradise
3. Kill the King
4. Would You Release Me
5. Follow Me
6. In Silence
7. The Seed of Destruction
8. Creation
9. Hero
10. Circle of Twilight
Line-Up:
Sandro Holzer-Lead Vocals
Rainer Fischer- Bass
Roman Fischer-Keys
Stefan Entner-Guitar
Harald Vogl –Drums
Den Titel “Awakening” tragen einige Opener von diversen Alben. Jedoch ist wohl keiner so ruhig, gefühlvoll und melodiös wie das "Erwachen" dieses Albums „Destination Paradise“ von Desert Sin. Sanfte Gitarrenklänge entführen uns in eine ferne Welt. Das wahre Aufwachen beginnt jedoch erst mit dem zweiten Song. Somit wollen uns Desert Sin wohl nur in eine schöne Welt entführen, um uns dann zu zeigen, dass das wahre Paradies noch weit vor uns liegt, was sie mit dem zweiten Titel, dem Namensträger des Albums „Destination Paradise“, zum Ausdruck bringen. Kräftige Beats und ausdrucksstarke Gesangspartien lassen den Titel so richtig aufleben. Vor allem der Refrain ist von Leidenschaft erfüllt und bleibt so manchem bestimmt in den Gehörgängen für einige Zeit erhalten.
Das gesamte Album ist von einer gewissen Linie durchzogen. Eine bessere Wahl des Genres von Power Metal beziehungsweise Progressive Metal konnten die fünf Jungs aus Tirol kaum treffen. Die Stimme des Sängers, Sandro Holzer, kombiniert mit den melodiösen Gitarren- und Keyboardklängen, unterstützt durch das Fundament des Basses und die rhythmusangebenden Drums bildet einen wunderbaren runden und vollen Sound. Abwechslungsreiche Rhythmen, stimmliche Herausforderungen und wohltuende Soli der Gitarren und des Keyboards gehören zu den Faktoren, die dem Album das gewisse Etwas verleihen.
Im Großen und Ganzen ähnlichen sich die meisten Songs jedoch sehr. Die wichtigen und individuellen Merkmale erkennt man erst bei genauerer Betrachtung. Beispielsweise ändert sich der Rhythmus innerhalb eines Songs recht häufig, was aber keineswegs ein Störfaktor ist, sondern vielmehr die Bedeutung einzelner Textpassagen hervorhebt. Ein Highlight demzufolge wäre so auch der Titel „Seed of Destruction“. Nicht nur rhythmische Abwechslungen, sondern auch stimmliche Qualifikationen tauchen auf. Ein einfühlsames Gitarrensolo, das am Ende mit dem Rhythmus des Refrains wieder eins wird, ist nur einer der Aha-Momente dieses Songs.
Ein gebührendes Ende findet das Album mit dem Song „Circle of Twilight“. Es scheint, als würden Desert Sin noch einmal alle Highlights des Werkes neu verknüpfen und intensivieren. Durch die gesprochenen Worte am Ende scheint es ein Echo des Songs beziehungsweise einen Nachhall des ganzen Albums zu geben.
Ein tolles Album von der ersten Nummer bis zum Ende.
9/10 Punkten
