Lamb of God - Resolution
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Genre: Metal
Album: Resolution
Label: Roadrunner Records
Holy shit. I mean holy motherfucking shit. Was habe ich da nur gerade gehört? War es ein Hurrikan, der meine Gehörgänge verwüstet hat, oder doch eher das brandneue Lamb Of God Album, ein Bastard der auf den Namen „Resolution“ hört und ein derartiges Facettenreichtum darbietet wie keine andere Platte die in den letzten 10 Jahren herausgebracht wurde.
Der Opener setzt sehr unerwartet ein. „Straight For The Sun“ heißt das gute Stück und ein drückender Song umgibt einen in eine sehr schwüle, erstickende Atmosphäre. Man könnte direkt meinen einem wird ein Galgenstrick angelegt der mit „Desolation“ sich zusammenzieht. Die letzten Akkorde von „Straight For The Sun“ sind noch nicht ausgeklungen, da schmeißt der mehr-Maschine-Als-Mensch Drummer Chris Adler einen fetten Drumfill und gibt den Startschuss! „Desolation“ wird das Tier in dir wecken, dein Verstand wird der Vergessenheit angehört alslang dieser Brecher durch deine Ohren spült. Und dann diese göttliche kurze Bridge zwischen Refrain 1 und Strophe 2…
Weiter geht’s mit „Redneck‘s” großem Bruder… Er heißt „Ghost Walking“ und ist ein richtig angepisster Südstaatler. Dieser Song war auch der erste der offiziell veröffentlicht wurde. Wusste er mir beim ersten Hören nicht so gut zu gefallen, verliebte ich mich immer mehr und mehr in das Lied, je öfters ich es hörte. Da werden einem feinste Lamb Of God Signature Riffs dargeboten, gespickt mit einem Mördergroove! Pluspunkte sind der verdammt ohrwurmerregende Chorus und das von Mr. Mark fucking Morton gespielte Solo.
Die nächsten beiden Tracks, „Guilty“ und „The Undertow“, könnten Zwillinge sein. Es wird keine Zeit verschwendet sondern man prügelt vom ersten Takt aus an los. Da wird eine richtige Punkattitüde aufgezogen, wie man sie kaum von Lamb Of God kennt.
Track #6 wurde logischerweise „The Number Six“ genannt und stellt einen meiner Favoriten dar. Vorallem lobenswert sind der Refrain, der für Lamb Of God Verhältnisse ungewöhnlich melodisch ist (Überhaupt zieht sich eine sehr melodische Ader durchs ganze Album, aber keine Sorge auf ihre Härte und all, über die Jahre erarbeiteten Werte haben Lamb Of God nicht zurückgelassen)und der spannungsaufbauende Mittelteil, bei dem John Campbell am Bass das Geschehen dominiert.
Das schöne Instrumentalstück „Barbarosa“ ist folgend und leitet die Ruhe vor dem Sturm namens „Invictus“ ein. Das, meine Damen und Herren, nennt sich Musik auf höchstem Niveau. Die Bridge stellt die Hookline des Songs dar. Ein guter Launenmacher, hoffentlich fehlt er nicht im Liveset!
„Cheated“ ist auch ein geiler Song wie er einfach im Buche steht. An dieser Stelle sollte ich auch die tollen Lyrics auf dem Album gut heißen, gespickt mit Metaphern und Wortspielen!
Doch nun kommt ein ganz besonderes Stück. „Insurrection“ heißt es. Nach dem melodischen Intro eine Premiere – Randy Blythe singt klar! Und nein es klingt nicht nach Howard Jones oder Phil Labonte, sondern wie Randy Blythe nun mal klar singen würde. Keine Sorge, im weiteren Verlauf lässt er seinem rauhen Organ freien Lauf. Auffallen wird bestimmt der Chorus, der einfach wunderschön ist! Auch der Text motiviert einen und hebt den Mut um harte Zeiten zu bestehen. Vom Solo brauch ich gar nicht anfangen… Anstatt in jedem Song ein unnötiges Gedudel reinzustopfen, agieren Lamb Of God in ihrem Songwriting so durchdacht, wie nie zuvor.
Ob da „Terminally Unique“ mithalten kann? Ja, kann es und wie! Die Leadgitarre im Intro weiß zu gefallen und der Refrain sollte den Hörern den Rest geben…
„To The End“ ist das folgende Stück. Ein nettes Southern – Feeling umwebt den Song und wird vorallem im Refrain ausgeprägt. So kennt keiner Lamb Of God. Auch „Visitation“ ist ein endgenialer Song, der wie viele andere Hits auf dem Album seinen definitiven Höhepunkt im Chorus hat.
Doch alles was Lamb Of God auf diesem Album geschrieben, gebrettert und abgerissen haben. Alle Songs waren jedoch nur eine Vorbereitung auf den Song, bei dem sich die Jungs aus „Richmond, motherfucking Virginia“ selbst übertreffen. Eine derart düstere Stimmung wie vom „König“ des Albums – „King Me“, hab ich noch nie gehört. Um einen guten Freund zu zitieren: „Alleine, dieser Song ist die 17€ Wert“. Während Mr. Blythe über sein Alkoholproblem flüstert, steigt eine… OPERNSTIMME ein, JA meine Damen und Herren. Lamb Of God verwenden zum ersten Mal in ihrer zwölfjährigen Geschichte orchestrale Elemente und das Ergebnis ist umwerfend. Definitiv der Höhepunkt des Albums!!!
Nun ja, ich glaube wir hätten den Whiplasher – internen Gewinner für das beste „Mainstream“ Album des Jahres.
Um dieses Review noch abzurunden:
PS: Jegliche Punktevergabe würde das Album vergleichbar machen, daher finde ich ist es unnötig hier Punkte zu vergeben, da sie auch den Rahmen der Maximalpunktezahl um viele Stellen sprengen würden. Prost und gehabt euch wohl!
