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Temple - Structures In Chaos

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T - SIC Cover

 

  1. Rituals of Marduk
  2. Higher Perfection
  3. The Algol Planet
  4. Cover Her in Blood
  5. Dead Sun Festival
  6. Spiritual Development
  7. Among Ravens
  8. Matagatsubi
  9. Multiverse (Another Time And Space)


Line Up:
A.J. van Drenth - Guitars, Vocals, Samples (ex-Beyond Belief)
Eric de Windt - Drums (ex- Destroyer 666)
Michiel Dekker - Bass

Label: Non Serviam Records
Genre: Brutal Death Metal
Land: Niederlande
Spielzeit: 37 min.

Holland scheint gewillt zu sein, sich zu einer neuen Metal-Hochburg Europas zu mausern. Nach hochkarätigen Veröffentlichungen von „Textures“ und auch „Toxocara“, sind „Temple“ nun mit ihrem neuesten Silberling „Structures In Chaos“ am Start und ich war gespannt ob sie mit den Veröffentlichungen ihrer Kollegen mithalten können.


Beim Opener „Rituals of Marduk“ bekommt man nach einem verrückten Anfang gleich mal ordentlich eins auf die Fresse. Brutal Death Metal, der sich durch treibende Gitarren, begleitet von ständigen Blastbeats und Double-Bass, auszeichnet. An den Gesang von „A.J. van Drenth“ muss man sich, abgesehen von den Screams, erstmal gewöhnen. Nach ein paar Rotationen sollte dieser aber auch leicht eingängig werden. Dieses Anfangsmomentum kann man auch nahezu über die gesamte Platte halten und am meisten überzeugt mich die Gitarrenarbeit, denn die Hooks sind ständig mitreißend und die Soli sind auch nie von schlechten Eltern. Beim Schlagzeug gibt es leider einen Punkt wo man Kritik ansetzen kann. Den Sound der Tom’s hätte doch ein bisschen mehr Power gut getan und auch wenn hauptsächlich geblastet wird was das Schlagzeug hergibt, verliert es nie an Reiz, Zeugler „Eric“ dabei zuzuhören. Gesanglich ist alles im reinen, wobei man sagen muss dass man doch sehr viele Gastsänger (gleich sechs verschiedene!) eingeladen hat. Ein bisschen komisch finde ich hingegen die Samples die an manchen Stellen eingespielt werden, denn diese irritieren manchmal ein wenig. Mein eindeutiger Favorit auf dieser Scheibe ist „The Algol Planet“ der mit einer Akkustik-Gitarre eingeleitet wird und sich dann zu einem mörderischen Brett entwickelt. Beim letzten Song „Multiverse (Another Time And Space)“ bekommt man als Abschluss am Ende des Songs noch eine schöne Akkustik-Melodie vorgesetzt, die zwar gut gespielt ist, aber nicht wirklich zum restlichen brutalen Material dazu passt.


Fazit: „Temple“ können mit „Structures in Chaos“ nahezu auf ganzer Linie überzeugen. Die Gitarren sind Weltklasse, sowie der Sound, abgesehen von den Toms. Die stellenweise deplatzierten oder irritierenden Samples sind leider auch noch ein kleiner Dorn im Auge. Das Songmaterial ist ein brutales Feuerwerk, das sich vor Genre-Kollegen nicht verstecken braucht. Fans von „Suffocation“, „Sever Torture“ und Konsorten sollten dieses Album auf jeden Fall auschecken. Allen anderen Fans der härteren Metal-Gangart würde ich auch empfehlen sich mal an dieses Album heranzuwagen. „Structures in Chaos“ bekommt von mir:

8/10 Punkte

Temple Bandpic
 


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